Für einen Immobilienkredit benötigen Sie 8 Pflichtdokumente: Grundrisse, Wohnflächenberechnung, Energieausweis, Grundbuchauszug (max. 3 Monate), Liegenschaftskarte, Baulastenverzeichnis-Auskunft, Bauakte und Baubeschreibung. Bei Eigentumswohnungen kommen Teilungserklärung und Hausgeldabrechnungen hinzu.
Diese 8 Dokumente verlangt jede Bank ohne Ausnahme. Fehlt auch nur eines, wird der Antrag nicht bearbeitet.
Maßstabsgetreue Grundrisse aller Etagen. Meist vom Makler im Exposé enthalten oder direkt beim Eigentümer erhältlich.
Erhältlich bei: Makler / Eigentümer
Berechnung der Wohnfläche nach Wohnflächenverordnung. Notwendig zur Überprüfung der angegebenen Quadratmeterzahl — Abweichungen über 10 % können den Kaufpreis beeinflussen.
Erhältlich bei: Makler / Eigentümer / Architekt
Gültiger Energieausweis gemäß Gebäudeenergiegesetz — Gültigkeitsdauer 10 Jahre. Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis. Pflichtpflicht bei Verkauf und Vermietung.
Erhältlich bei: Makler / Eigentümer
Beglaubigter Auszug aus dem Grundbuch — zeigt Eigentumsverhältnisse, Hypotheken, Grundschulden und Dienstbarkeiten. Muss bei Abgabe des Kreditantrags maximal 3 Monate alt sein.
Erhältlich bei: Amtsgericht (zuständiges Grundbuchamt)
Amtliche Karte mit Lage und genauen Grenzen des Grundstücks. Zeigt Nachbargrundstücke, Straßen und Flurnummern.
Erhältlich bei: Katasteramt / Vermessungsamt der Gemeinde
Bescheinigung über eingetragene Baulasten — z. B. Abstandsflächen-Übernahmen, Geh- und Fahrtrechte, Anbauverbote. Kann den Wert und die Bebaubarkeit erheblich beeinflussen.
Erhältlich bei: Baubehörde / Baurechtsamt der Gemeinde
Baugenehmigungen, Baupläne und Baugeschichte des Objekts. Zeigt ob Anbauten oder Umbauten genehmigt wurden — ungenehmigter Bestand ist ein erhebliches Risiko.
Erhältlich bei: Baurechtsamt / Bauordnungsamt der Gemeinde
Beschreibt Bauweise (Massivbau, Holzbau, Fertigbau), Wandstärken, Dämmstoffe, Kellerdecke und Konstruktion der Geschossdecken. Wichtig für Sanierungskostenabschätzung.
Erhältlich bei: Makler / Eigentümer / Bauarchiv
Diese Dokumente werden je nach Objekttyp, Baujahr oder Nutzung benötigt.
Aufstellung aller Modernisierungen und Sanierungen mit Jahreszahl und Kosten — Heizung, Dach, Fenster, Leitungen. Gibt Auskunft über den tatsächlichen Renovierungsstand.
Erhältlich bei: Eigentümer
Aktuelle Bescheide über Grundsteuer, Niederschlagswasser und Abwassergebühren sowie Nachweis der Gebäudeversicherung. Gibt Aufschluss über laufende Nebenkosten.
Erhältlich bei: Eigentümer
Exposé oder Kaufpreisaufteilung zwischen Grundstücksanteil und Gebäudeanteil. Relevant für steuerliche Abschreibung (AfA) bei vermieteten Objekten.
Erhältlich bei: Makler / Gutachter
Rechtliche Grundlage der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG). Regelt Sonder- und Gemeinschaftseigentum, Stimmrechte und Kostenverteilung. Bei ETW-Kauf unverzichtbar.
Erhältlich bei: Hausverwaltung / Makler / Grundbuchamt
Jahresabrechnungen der WEG-Verwaltung mit Ausgaben für Instandhaltung, Rücklagen und Betriebskosten. Gibt Auskunft über den Zustand des Gemeinschaftseigentums und geplante Sonderumlagen.
Erhältlich bei: Hausverwaltung
Vollständige Mietverträge inklusive Nebenkosten-Abrechnungen und ggf. Mieterhöhungshistorie. Relevant für Ertragswertberechnung und Mietrendite.
Erhältlich bei: Eigentümer
In der Regel akzeptieren Banken einen Grundbuchauszug, der maximal 3 Monate alt ist. Manche Banken setzen sogar nur 6 Wochen an. Beantragen Sie ihn deshalb erst kurz vor Abgabe des vollständigen Kreditantrags.
Der Verkäufer ist gesetzlich verpflichtet, spätestens bei der Besichtigung einen gültigen Energieausweis vorzulegen (§ 80 GEG). Fehlt er, droht ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro. Als Käufer sollten Sie den Energieausweis aktiv anfordern — er beeinflusst Sanierungskosten und Finanzierungshöhe.
Bei einer Eigentumswohnung (ETW) kommen zur Standardcheckliste Teilungserklärung, Gemeinschaftsordnung und die Hausgeldabrechnungen der letzten 2–3 Jahre hinzu. Außerdem empfiehlt sich das Protokoll der letzten WEG-Versammlung — dort sehen Sie geplante Sonderumlagen.
Grundrisse, Energieausweis und Baubeschreibung liefert meist der Makler. Grundbuchauszug und Liegenschaftskarte müssen Sie beim Amtsgericht bzw. Katasteramt selbst beantragen — entweder persönlich oder online über das Grundbuchportal. Baulastenverzeichnis-Auskunft erhalten Sie bei der Baubehörde der Gemeinde.
ImmoAssist zeigt Ihnen pro Objekt genau welche Dokumente fehlen — und verfolgt für Sie den Status von Exposé-Anfrage bis Notartermin.